Hundezwinger

beagle-938013_640Wenn Herrchen und Frauchen den ganzen Tag arbeiten müssen und der Hund nicht stundenlang allein in der Wohnung verbringen soll, ist es Zeit sich Gedanken über einen Hundezwinger zu machen. Wer sich dafür entscheidet, muss jedoch einige gesetzlich geregelte Maßnahmen beachten, denn das Gesetzt stellt einige Anforderungen für das Halten von Hunden im Freien.

Zuerst einmal muss die Größe des Zwingers stimmen, für einen Hund der mittleren Größe sind das 6 Quadratmeter, er muss also genügend Lauffläche haben, speziell wenn noch eine Hütte dazu gestellt werden soll und das ist logisch, denn der Hund muss bei Regen und Kälte einen Rückzugsort haben.

Bei den Bodenbeschaffenheiten gibt es auch Auflagen, denn einen Zwinger einfach nur auf Sand oder Stein zu stellen reicht nicht aus, er muss über ein Liegebett oder zumindest über einen Holzfußboden verfügen. Der Zwinger darf weiterhin keiner starken Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein, darum sollte er möglichst an einem schattigen Plätzchen seinen Standort finden. Bei einem Zwinger der den Anforderungen entspricht, dürfen die Seiten nicht kürzer als 2 Meter sein, auch wenn es sich um ein kleineres Hundeexemplar handelt.

Verschiedene Arten von Hundezwingern

Natürlich gibt es auch bei einem Hundezwinger verschiedene Modelle aus verschiedenen Materialien, die ausgesucht werden können. Zum einen wäre da eine Konstruktion aus senkrechten Rohrstäben. Hier hat der Hund keine Möglichkeit sich Verletzungen zu zufügen, denn es ist kein Klettern oder Aufspringen möglich.

Wenn es um die Wandverkleidungen geht, sind mehrere Möglichkeiten gegeben: diese kann aus Holz, Kunststoff oder auch Metall sein. Beliebt sind Hundezwinger aus Holz, denn hier ist die Vielfalt größer und das Material günstig.

Hundezwinger sind im Übrigen besser als ihr Ruf, denn es wird oft gesagt, das in einem Zwinger keine artgerechte Haltung möglich ist, aber ein Hund soll sein Leben nicht in einem Zwinger fristen, sondern immer nur stundenweise dort hinein, dann hat er reichlich frische Luft und auch der genügend Auslauf.

Ein Zwinger ist absolut sinnvoll, wenn er nur für kurze Zeiten genutzt wird, aber es müssen natürlich auch dabei einige Dinge beachtet werden.

Laut Tierschutzverordnung müssen Hunde die höher als 65 Zentimeter sind, eine Fläche von 8 Quadratmetern zur Verfügung haben und bei allen Tieren, die größer sind, sollen es 10 Quadratmeter sein. Aber das sollte der Hundehalter nicht so sehr berücksichtigen, denn je größer der Zwinger ausfällt, desto wohler fühlt sich der Hund.

Auch wenn der Hund tagsüber im Zwinger gehalten wird, muss ein Auslauf von mindestens einer Stunde gegeben sein und eine Dauerhaltung in einem Zwinger geht gar nicht, denn das ist bestimmt nicht artgerecht.

Der richtige Standort

Ein Hundezwinger hat mindestens eine offene Seite und die sollte auf keinen Fall in die Haupt Windrichtung zeigen. Bei Regen oder Schnee muss es immer genügend Flächen in einem Zwinger geben, die trocken bleiben und ebenso muss der Hund auch vor zu starker Sonneneinstrahlung geschützt werden. Es ist von Vorteil, wenn die offene Seite von einem Zwinger so ausgerichtet wird, dass das Tier Blickkontakt zum Haus hat.

Wer sich einen Hund anschafft weiß, dass er mehrmals täglich und das bei Wind und Wetter mit seinem Vierbeiner nach draußen muss. Für kleinere Hunde kommt ein Hundezwinger gar nicht in Frage, denn sie können mühelos auch einmal allein in der Wohnung gehalten werden.

Der richtige Standort spielt insofern eine Rolle, dass er nicht zu dicht an der Straße aufgebaut werden sollte, damit ein Außenstehender nicht die Möglichkeit, etwas in den Zwinger zu werfen, anderseits sollte er auch nicht zu dicht an einem Nachbargrundstück stehen, damit der Frieden zwischen den beiden Parteien nicht gestört wird, sollte der Hund einmal über einen längeren Zeitraum bellen.

Macht ein Hundezwinger überhaupt Sinn?

Ein Zwinger hat sowohl Vor- als auch Nachteile, nicht zu vergessen ist, dass ein Zwinger auf gar keinen Fall als Dauerlösung anzusehen ist, obwohl einige meinen, dass Hunde, die im Zwinger gehalten werden, widerstandsfähiger sind bzw. ein besseres Immunsystem haben.

Die meisten Zwinger sind aus Holz, dabei wird in der Regel ein Massivholz oder wasserdichtes Sperrholz gewählt. Holz ist nicht nur ein natürlicher, sondern auch ein umweltfreundlicher Werkstoff, der durchaus auch eine lange Lebensdauer haben kann, wenn er richtig gepflegt wird. Ansonsten muss sich jemand, der vorhat einen Zwinger zu bauen oder aufzustellen genauestens an die Verordnung halten, die seit 2001 festgelegt ist. In der Tierschutz-Hundeverordnung wurde alles genau verankert, was es in Bezug auf einen Zwinger zu bedenken gibt.

Die Option Zwinger ist allerdings nicht für alle Hunde etwas, aber es gibt auch Rassen, bei denen eine Haltung im Zwinger angebracht ist, darunter fallen Huskys, Schäferhunde und auch Doggen. Die Hunde haben ihr eigenes Reich und können sich bei Bedarf zurückziehen, außerdem können sie auch Alarm schlagen, denn aus einem Zwinger heraus kann ein großes Areal überblickt werden.

Jeder der sich einen Hundezwinger zulegen möchte, sollte sich über die Gesetze im Klaren sein und dann entscheiden, ob es für ihn Sinn macht oder eher nicht. Ist die Wahl gefallen, können günstige Hundezwinger im Internet erworben werden, denn hier gibt es in allen Preisklassen gute Angebote. Darunter fällt sowohl Neuware als auch Gebrauchte.

Die Reinigung

Ein Zwinger muss natürlich auch regelmäßig einer Reinigung unterzogen werden. Am besten ist es bei größeren Hunden, dieses Prozedere einmal in der Woche zu durchzuführen. Als erstes sollte der Zwinger mit einem Gartenschlauch gründlich ausgespritzt werden, obwohl ein Hund niemals in einen Zwinger koten sollte.

Kommt es doch dazu, hat der Hundehalter einen entscheidenden Fehler gemacht, nämlich den Hund zu wenig Auslauf verschafft. Ein Zwinger ist nicht für ein kleines oder ein großes Geschäft gedacht, sondern sollte in erster Linie nur als Rückzugsort für den Vierbeiner dienen.

Ist der Zwinger aus Rohrstäben gefertigt, brauchen diese keine besondere Reinigung und ein Zwinger aus Holz sollte einmal pro Jahr mit einer Lasur nachbearbeitet werden. Liegen Decken oder ähnliches im Zwinger müssen diese von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden, weil sich Bakterien und Viren darin sammeln, die dann ins Haus getragen werden.